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Wir über uns
Der Radsportfreunde Bochum e.V. ist ein Verein, der das (Renn)Radfahren bereits seit 1986 als Breitensport betreibt. Die Freude am Radfahren steht für die Mitglieder an erster Stelle. [...]

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Sommertraining
Zum Sommertraing treffen wir uns ab dem 26. März Dienstags (gemäßigtes Tempo) und Donnerstags (flottes Tempo) um 18.15Uhr an der roten Telefonzelle in Witten-Heven, Dorfstraße.[...]

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Mitglied werden
Gäste herzlich willkommen! Erfahrt mehr darüber, warum es sich lohnt gemeinsam mit uns in einer Gruppe zu fahren und welche Vorteile es hat Mitglied beim RSF Bochum zu werden.[...]

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Rückgabe und Neubestellung der Wertungskarten

Bei der RTF Haltern am 15.10.2017 wird Joachim Werner, wie immer, die Wertungskarten einsammeln. Wer an diesem Termin nicht teilnehmen kann, kann die Wertungskarte bis spätestens zur Jahresabschlussfeier am 4. November an die Geschäftsstelle schicken, sie bei Joachim in den Briefkasten werfen oder bei der Jahresabschlussfeier abgeben.

Bestellungen neuer Wertungskarten können beim Monatstreff oder zur Abschlussfahrt nach Haltern abgegeben werden, an die Geschäftsstelle verschickt oder per Mail an Joachim geschickt werden.

pdf icon Antrag Wertungskarte

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Saisonabschlussfeier - jetzt anmelden

jahresabschlussfeier 7 20161107 2052298420Die diesjährige Jahresabschlussfeier findet am 4. November wieder im Gemeindezentrum der Matthäuskirche in Bochum Weitmar, Matthäusstraße 5 statt. Ab 19:00 Uhr ist Einlass, das Buffet wird gegen 20:00 Uhr eröffnet. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und bitten um Anmeldung bis zum 17.Oktober.

pdf icon Download der Einladung

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Sternfahrten im Oktober

training 3 20170219 1020881924Als Highlight im September ist die von Martin organisierte Pyrenäentour zu nennen. Vom 02.09. - 10.09. fuhr eine Gruppe mit 11 Fahrern, darunter 6 Radsportfreunde, durch die Pyrenäen, von Biarritz nach Barcelona. Einen Bericht findet ihr im internen Bereich unter "Aktuelles".

Mit der Sternfahrt am Sonntag, dem 15. Oktober um 8 Uhr an der Araltankstelle Königsallee/ Wasserstraße zur RTF "31. Haltern am See Fahrt" endet die RTF Saison.

Das Sommertraining findet noch bis zur Zeitumstellung am 29. Oktober normal Dienstags (moderates Tempo) und Donnerstags (flottes Tempo) jeweils um 18.15 Uhr an der roten Telefonzelle in Witten-Heven statt. Bitte denkt unbedingt an Licht! Der Sonnenuntergang ist momentan gegen 19.10 Uhr! Nähere Informationen dazu unter Training.

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Pyrenäentour 2017

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Vom 02.09. - 10.09. fuhr eine Gruppe mit 11 Fahrern, darunter 6 Radsportfreunde, durch die Pyrenäen, von Biarritz nach Barcelona:
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Am Donnerstag Abend waren bereits 2 Teilnehmer mit allen Rädern im Begleitwagen, einem blauen Ford Tansit, vorausgefahren, die restlichen 9 Fahrer stiegen frühmorgens am Samstag 02.09. in den Thalys nach Brüssel. Von dort mit dem Bus weiter zum Flughafen in Charleroi, wo wir pünktlich um 11.50 ab Richtung Biarritz abhoben. Hier kam nach der Landung um 13:30 Uhr auch gleich der Begleitwagen, der hier seinen Namen Blaubus bekam, und es ging kurz danach auf die Räder. Zuerst fuhren wir durch Biarritz bis an die Atlantikküste, für ein gemeinsames Foto. Dann ging es auf meist kleinen Wegen mit wenig Verkehr durchs Baskenland Richtung Süden. Zwischendurch waren die Wege so klein und waren entgegen der Karte nicht befestigt, dass die Räder auch kurz geschoben werden mussten. Irgendwo passierten wir unbemerkt die grüne Grenze nach Spanien und kraxelten dann einen ersten kleinen Pass hinauf. Nach 60 km und 1000 hm erreichten wir unser erstes einfaches Hotel in Arizkun, einem kleinen baskischen Dorf mit kaum 100 Einwohnern, aber 2 Kirchen. Da die Köchin nach einem Unfall außer Form war wurden wir in ein 3 km entferntes Restaurant zum Essen gefahren. Hier gab es erstmalig das, was uns auch an den nächsten Abenden erwartete: leckeres und reichhaltiges Essen und guten Wein in einer gutgelaunten Herrenrunde. Nachdem alle Bäuche gefüllt waren ging es über Trampelpfade zu Fuß zurück ins Hotel.
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Tag 2
Noch frisch und leicht nebelig, das Wetter, ging es morgens nach dem Frühstück um ca. 11 Uhr wieder aufs Rad. Nach wenigen Kilometern erwartete uns da schon mit dem Col d'Ispéguy der erste Pass. Hier überquerten wir erneut die Grenze, nach Frankreich. Da es Sonntag war kamen uns auch einige andere Rennradfahrer aus der Umgebung entgegen, und es war auch eine Rennradgruppe aus Yorkshire in der Gegend. Auf der Abfahrt nach Baïgorry bremsten uns Schafe und ein Esel aus, die unbekümmert auf der Straße umher liefen. Frei laufende Tiere auf der Straße sollten wir in den nächsten Tagen noch öfter erleben. In Saint Jean Pied de Port, einem bedeutenden Pilgerort am Camino, war dann pilger- und touristenmäßig gut was los. Nach etwas Besinnung entschlossen wir uns, alle heute die flacherer Strecke zu fahren. Wellig auf kleinen meist gut asphaltierten Sträßchen ging es gen Osten. In den wenigen kleinen Ortschaften gab es mehr oder weniger bedeutende Kirchen, einige sogar mit Weltkulturerbestatus, die interessierten heute aber irgendwie nicht so. Im wunderschönen Mauléon nach gut der Hälfte der 130 km wurde eine Rast eingelegt, bevor es auf ein regelrechtes Kurveninferno ging. Im welligen Gelände gab es kaum 100 m gerade Straße, und irgendwie flog die Gruppe hier auch etwas auseinander. In Arudy trafen sich dann alle wieder, und es ging auf die letzten km zum Hotel. Bevor es auf die Zimmer ging wurde noch auf der Terrasse bei ein paar Bier über die Erlebnisse des Tages gesprochen. Obwohl wir kaum über 600 m Meereshöhe kamen, hatten wir trotzdem über 2000 hm geschafft. Das sollte sich aber in den nächsten Tagen noch steigern.
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Tag 3
Heute gab es auf der Königsetappe neben dem Schlussanstieg über 1000 hm zum Col de Beyrède zwei legendäre Anstiege zum Col d'Aubisque und Col du Tourmalet, die zu den schwierigsten Bergwertungen der Tour de France, Hors Catégorie, gezählt werden. Daneben gab es aber auch weitere Streckenvarianten, dass nur einer (oder keiner) der beiden Anstiege gefahren werden musste. Acht Fahrer fuhren erstmal Richtung  Col d'Aubisque. Kurz nach dem Tal ging es durch das heute beschauliche, aber ehemals mondäne Eaux Bonnes, bevor es weiter gut 1000 hm auf den Col d'Aubisque ging. Ein Warmgetränk und Fotos mit den überdimensionalen TdF-Rädern gehörten hier neben der Verpflegung aus dem Blaubus zum Pflichtprogramm auf dem Gipfel. Rechtzeitig, kurz bevor die Straße wegen Bauarbeiten gesperrt wurde, ging es weiter, über den Col du Soulor auf eine Abfahrt auf nagelneuem Asphalt Richtung Argelès-Gazost. Drei Unerschrockene bogen vor dem Ort Richtung Tourmalet ab, für die anderen ging es über eine ehemalige Bahntrasse weiter Richtung Lourdes.  Auf dem Anstieg zum Tourmalet traf die Gruppe auf die drei Fahrer, die den Aubisque flacher umfahren haben. An der Passhöhe des Tourmalet war es jedoch so kalt und nebelig, dass sich hier keiner lange aufhielt und alle schnell weiter fuhren. Wegen eines defektem Schalthebels musste einer die Abfahrt im Auto bestreiten. Hinter Campan führten alle Strecken wieder zusammen und es ging ein Stück in den Anstieg zum Col d'Aspin. Vor der Passhöhe ging es links ab zum Col de Beyrède. Diese letzten 1000 hm waren dann nochmal besonders anstrengend, da die Strecke nur in Teilen richtig befestigt war und es große Abschnitte über Schotter ging. Nach und nach trafen aber alle bis 20 Uhr in der Auberge du Col de Beyrède ein und gönnten sich erstmal das ein oder andere Bier. Alle hatten immerhin rund 120 km mit 3700 - 4700 hm hinter sich, was nach Stärkung verlangte. Stephane, unser Gastgeber, hat uns dann mit einer herrlichen Suppe und vielem anderen sowie leckerem Wein aus ökologischem Anbau verwöhnt, so dass die Strapazen des Tage schnell vergessen waren und die vielen schönen Erlebnisse die Gespräche bestimmten. Genächtigt wurde jugendherbergsmäßig in 3-4 Bett-Zimmern, mal was anderes als die komfortablen Zimmer der vorherigen Nacht.... Bild-07 Bild-08 

Tag 4
Blauer Himmel und ein fantastisches Bergpanorama begrüßten uns an diesem Tag! Zwei Frühaufsteher meisterten vor dem Frühstück schon erfolgreich eine Operation am offenen Schalthebel. Nach den Anstrengungen des Vortags entschieden sich heute wieder alle 11 für die flachere Streckenvariante. Erstmal ging es über diesmal durchweg befestigte kleine Wege 10 km lang bergab, bevor es dann wellig über ebenso kleine Wege weiterging. Auf dem Weg Richtung Spanien passierten wir mit Saint-Bertrand-de-Comminges eine weitere Weltkulturerbestätte, die uns zu einer Rast veranlasste. Kaum zu glauben, das dieses heute kaum 200 Einwohner zählende Dorf zur Römerzeit mit 60.000 Einwohnern eine der größten Siedlungen Europas war. Die dann viel später errichtete imposante Kirche lässt etwas erahnen, wie bedeutend der Ort einst war. Nun ging es weiter Richtung Spanien, zum wohl einzigen Grenzübergang der Pyrenäen, der weder über einen Pass noch durch einen Tunnel führt. Obwohl für LKWs den Schildern nach eigentlich gesperrt begegneten uns diese auf der Strecke zu Hunderten, so dass es weitgehend in Einerreihe voranging. Beim Überholen wurde aber der in Spanien vorgeschriebene seitliche Mindestabstand von 1,5 m zu Radfahrern fast immer vorbildlich eingehalten, so das es zu keinen gefährlichen Situationen kam. Bei knapp 30° und kaum Wind hatten wir heute bestes Wetter. so dass wir in Bossòst eine weitere kleine Rast in einer Tapas-Bar einlegten, bevor es dann auf einer breiten gut asphaltierten Straße mit wenig Verkehr wieder bergauf ging. Erst sehr flach, dann etwas steiler mussten nochmal gut 1000 hm auf den letzten 40 km überwunden werden zu unserem heute wieder sehr komfortablem Hotel in Bagergue.
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Tag 5
Mangels Straßen in der kaum besiedelten Gegend gab es heute nur eine 125 km lange Streckenvariante über 2 anspruchsvolle Berge mit ca. 2400 hm. Dichter Nebel beim Blick aus dem Fenster ließ morgens einiges befürchten, doch wie von den Einheimischen vorhergesagt sah es nach dem ersten Pass schon ganz anders aus.
Nach kurzer Abfahrt ging es durch weitläufige Skigebiete rauf zum Port de la Bonaigua, wieder auf über 2000 m Meereshöhe. Dann folgte eine ewig lange Abfahrt, teils schnurgerade auf breiter Straße, wo alle mit teils über 80 km/h hinunterrasten. Danach ging es in Llavorsil wieder zu den Tapas, bevor wir mit dem Port del Cantó den zweiten Berg des Tages unter die Räder nahmen. Leichtes himmlisches Grummeln im Hintergrund beflügelte dabei im Anstieg die Beine etwas. Auf der Passhöhe gab es nur kurz Verpflegung aus dem Blaubus, bevor es in die lange Abfahrt Richtung La Seu d'Urgell ging. Während dessen legte sich auch das Grummeln wieder. Über Nebenstraßen wurden die letzten flachen km in unser mondänes Hotel Andria bewältigt. Trotz eines Kettenrisses waren alle rechtzeitig im Ziel, so dass vor dem Essen noch eine kurze Stadtbesichtigung möglich war, die wirklich niemand bereute. Das Abendessen auf der Hotelterrasse im Zentrum dieser quirligen Stadt war dann auch nicht nur geschmacklich ein tolles Erlebnis.

Tag 6
Heute teilte sich die Gruppe wieder auf, neben 2 Blaubusfahrern fuhren 4 die leichtere Strecke und 5 die schwerere Strecke. Die leichtere über 75 km hatte aber auch fast 2000 hm, und es ging am Coll de la Creueta wieder auf knapp 2000 m Meereshöhe. Die schwerere Stecke kam nicht so hoch, war aber mit ca. 120 km und gut 3000 hm recht anspruchsvoll. Lohn für diese Strapazen war aber ein Streckenpanorama, was seinesgleichen sucht. Abgelegene, aber gut asphaltierte Straße führten durch kaum besiedelte Täler und über Bergketten und gaben Blicke frei für großartige Aussichten, wie das malerische Josa de Cadí oder der Pedraforca mit dem Doppelgipfel, dazu viele weitere Highlights. Auch der Zielort Castellar de N’Hug war ein wunderschönes Bergdorf, in dem wir bestens versorgt wurden.
Auf der leichteren Strecke ist einem Teilnehmer wenige km vor dem Ziel ein schwerer Sturz passiert, bei dem er sich mehrere Knochenbrüche an Rippen und Schulter zuzog. Unter den Teilnehmern war zum Glück ein Medizinprofessor, der fließend spanisch sprach und den Verletzten im Krankenwagen ins nächstgelegene 40 km entfernte Krankenhaus begleiten konnte. Hier wurde er für einige Tage stationär aufgenommen.
Die Stimmung am Abend war entsprechend gedrückt, daran konnte dann auch das hervorragende Essen aus lokalen Produkten kaum was ändern.

Tag 7
Für die letzten beiden Etappen gab es nur noch einheitliche Strecken für alle. Nach kurzer Abfahrt aus dem Bergdorf ging es auf gut asphaltierten Forstwegen durch den Nationalpark Serra del Catllaràs mit dem Coll de la Batallola auf nochmal 1204 m. Auf weiterhin kleinen Wegen ging es dann am Riera de Merlès entlang fast 35 km bergab, bis wir in Prats de Lluçanès an einer Tapas-Bar unter Platanen eine Rast einlegten. Über kleine Nebenwege folgten wir, zwar meist bergab, jedoch mit einigen giftigen Rampen, weiter unserem Track bis zur Ortschaft Mura kurz vor dem Ziel. Als uns hier der Track wieder über unbefestigete Wege führen wollte folgten wir dem Rat Einheimischer, die uns einen anderen Weg zum Ziel empfahlen. Dieser war zwar ebenfalls nur teilweise befestigt, doch konnte er durchgehend mit den Rädern befahren werden. Das spektakuläre Hotel El Puig de la Balma, in einer horizontalen Felsspalte eingebaut, entschädigte dann für alle Strapazen. Das uralte Gebäude, halb Höhle, halb Haus, wird seit 27 Generationen von einer Familie bewohnt und bietet trotzdem erstaunlichen Komfort in dieser Abgeschiedenheit. Obwohl es abends recht kühl war ließen wir es uns nicht nehmen das Essen auf der Terrasse vor der spektakulären Kulisse einzunehmen. Im Obergschoss unter der Felsendecke trafen sich dann noch einige zum Tischtennis, bevor es zu Bett ging.

Tag 8
Unsere letzte Etappe nach Barcelona stand an. Zuerst ging es zwischen skurrilen Felsformationen zum Coll d'Estenalles. Man bekam hier eine Ahnung, woher die besondere Formensprache katalanischer Künstler Gaudi, Dali oder Picasso wohl herkommen könnte...
Am Coll d'Estenalles waren dann am Samstag Mittag schon etliche Rennradfahrer unterwegs, viele mit fast professionellem Material, und auch in fast professionellen Tempo...
Nach der Abfahrt führte uns ab Matadepera ein in Barcelona lebender Deutscher weiter. Kurz vor dem Ziel setzte in Sabadell dann der Regen ein, der zunehmend stärker wurde. Noch einmal ging es hoch über die Bergkette um Barcelona, bevor uns unser Begleiter durch die Stadt direkt zum Strand am Mittelmeer führte. 4 Leute gingen hier direkt mit den nassen Radklamotten ins 26° warme Wasser. Danach auf dem Rad ging es weiter entlang von Strand und Hafen zu den Ramblas, in deren Nähe sich unser Hotel befand. 
Nachdem wir uns in einer Bar getroffen haben ging es abends in die Wohnung eines Profi-Kochs, bei dem wir zu einem fulminanten 7-Gänge Menü verabredet waren. Inspiriert durch die navarrische Küche aus dem Baskenland zauberte er uns unglaubliche Köstlichkeiten und reichte dazu einen jeweils passenden Wein.
Den Abend beschlossen einige noch mit einem kurzen Barbesuch bevor sie ins Hotel zurückkehren. Die meisten jedoch feierten und tanzten durch und kehrten erst morgens um 7 ins Hotel zurück. Obwohl es dann morgens etwas stressig wurde erreichten alle rechtzeitig den Flieger um 12:50 Uhr und die beiden Blaubusfahrer fuhren nach einem Nachmittag am Strand abends los gen Bochum, wo sie dann am Montag Abend eintrafen.

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Bericht von der 16-Talsperren-Rundfahrt

von Lorenz M.

dsc04071 20170828 1702319104Am Samstag Morgen, dem 26. August, stand die 26. Int. 16-Talsperren-Rundfahrt vom Skiclub Gevelsberg an. Zuvor fragte ich mich, ob meine Beine für die Belastung von 206km und 3000hm gerade wirklich ausreichend traininert sind, doch ließ ich mich von Torsten gerne zu dieser Quälerei bereden. Die Startzeit lag zwischen 6.30 und 7.30Uhr, so dass Christoper, Torsten und ich beschlossen hatten mit dem Auto anzureisen. Abgesehen von Martin, der am Ende durch die Sternfahrt nochmal 55km(!) extra auf dem Tacho hatte. Am Startort direkt am Schwimm In war kaum etwas los. Viele Fahrer waren wohl schon gestartet und die Startzeit der RTF Fahrer begann erst später. Die Parkplatzbelegung sprach für eine gute Teilnahmerzahl der Marathonfahrer. Gegen 7.15Uhr ging es bei angenehmen 17°C zu viert schließlich los. Das Wetter sollte schön werden, so dass keine weiteren Bekleidungsstücke mitgenommen werden mussten.
Eine nach der anderen Welle ging es auf und ab an der ersten Talsperre (Herbringhauser) vorbei Richtung Lennep. Martin legte einen leichteren Gang ein und wir strampelten zu dritt weiter. Die Startnummer 100 eines Trimmfahrers, den wir überholten, ließ über die tatsächliche Teilnehmerzahl Mutmaßungen aufstellen.
Es lief gut, die ersten, mir noch bekannten Hügel ließen sich gewohnt zügig hinauf fahren. Doch war mir klar, dass noch einiges bevorstand. Ich wagte es zunächst lieber nicht auf den Kilometerzähler zu schauen, denn im Sauerland fliegen die km nicht so an mir vorbei wie im flachen Ruhrtal oder im Münsterland. Die Kilometer können im Sauerland wirklich "lang" werden, erst recht, wenn man den Blick nicht vom Tacho lässt. Zwischendurch hörte ich Christopher etwas von "50km" sagen. "Gut", dachte ich, "ist ja schon was, aber noch 3x so viel steht noch an". Ich versuchte mich abzulenken, die Landschaft zu genießen, einfach weiter zu treten. Schließlich war es schön warm geworden, aber leider kein sonniges Panoramawetter. Auch gut, dann braucht man sich wenigstens nicht einzucremen. Ab Radevormwald kamen wir dann in Regionen deren Streckenabschnitte mir gar nicht oder kaum bekannt waren. Genau das war der Grund, warum ich diese RTF/Marathon gerne mitfahren wollte. Viele Hügel, schöne Landschaft und für mich unbekannte, verkehrsarme Strecken.dsc04059 20170828 1511719706Nach den ersten beiden Kontrollen bekam ich langsam das Gefühl, dass es mir für heute reicht. Das war so bei Kilometer 90. Aber wie kann das sein? Noch nicht mal die Hälfte geschafft und schon "Heimweh"? Ich war etwas enttäuscht von mir. Schließlich kamen wir zu einer Kontrolle, an der es Nudeln mit Bolognese Sauce gab. Die Verpflegung, so wie die gesamte Organisation war wirklich top. Mein Apettit war vielleicht etwas größer als mein Hunger, jedenfalls machte sich wegen des Fetts vom Mittagessen später ein unwohles Gefühl im Magen breit. Ab Kilometer 120 war die Tour für mich eine echte Quälerei und ich hatte keine Augen mehr dafür, was links und rechts an mir für eine herrliche Landschaft vorbei zog. Meine Kamera blieb in der Tasche, obwohl ich sie extra für gelungene Schnappschüsse mitgenommen hatte. Die Beine brannten, das Gesäß und der Rücken schmerzte. Da wurde mir wieder klar, dass Langstrecke doch nochmal etwas anderes ist, als die Feierabendrunde daheim. Oftmals übernahm Torsten die Führungsarbeit, Christopher und ich hingen uns in den Windschatten. Torsten hatte scheinbar eine geheime Quelle für die nötige Ausdauer. Der Verdacht auf einen versteckten Motor im Rahmen bleibt nie aus :) Auf flacheren Abschnitten war ich wieder mehr in meinem Element. Ich fuhr uns an eine Gruppe bestehend aus 6 Fahrern heran, doch leider hatte der Führende wohl noch so viel Power, dass er die Gruppe bis zur nächsten Bergkuppe wieder zerissen hatte. Es ging also wieder zu dritt weiter, Hügel um Hügel und meine Nerven lagen blank. Die rund 60km bis zur bekannten Ennepetalsperre wurden gefühlt sehr, sehr lang, doch dann ging es zum Glück fast nur noch bergab bis Gevelsberg. Ich war einfach nur noch froh am Ziel angekommen zu sein und war sehr glücklich, dass ich nur noch mit dem Auto nach Hause fahren brauchte und mich nicht noch die fiesen Hubbel in Gevelsberg hinaufkämpfen musste. Ich dachte daran, wie Martin wohl später nach Bochum zurückkäme. Andererseits ist er noch ganz andere Langstrecken gewohnt als ich und will demnächst in die Pyrenäen.

Fazit: Es war ein super Marathon, den man aber nicht mal eben fährt. Für mich als Spaßfahrer ein bisschen zu viel Quälerei, beim nächsten Mal werde ich besser vorbereitet sein oder eine kürzere Strecke wählen. Bei der Verpflegung fehlte nichts, aber mit fettiger Kost sollte man vorsichtig sein. Die Ausschilderung war gut, eigene Aufmerksamkeit vorrausgesetzt. Immer wieder gut, denn die 150km Runde war ich vorher schonmal gefahren.

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Bericht vom Berlin Velothon 2017

von Edgar R.

20170618 14523522Am letzten Sonntag war ich mal wieder nach langen Jahren in Berlin um an dem Velethon 2017 teilzunehmen; hier dazu ein kurzer Erfahrungsbericht.

Ich habe mich für 120 Km Strecke angemeldet um mal wieder nach langer Zeit ein Rennen zu fahren. Es sollte die Berlins schnellste Stadtrundfahrt sein und WER sollte uns stoppen? Nebenbei gab es noch eine 60er und 180er Strecke.

Und dazu hatten wir beste Wettervoraussetzungen bei voller Pulle Sonne, aber auch mit teilweise giftigen Seiten- und Gegenwind auf offener Strecke. Sören war mit seiner Frau Susanne auch am Start; nur zusammenfahren war leider nicht möglich.
Wir starteten am Potsdamer Platz in Gruppen A-G, in 5 Minuten Abständen. Ich wurde in B eingeteilt und gleich nach Start ging die Post ab. Es ist schon erstaunlich mit welchem Ehrgeiz die Fahrer, auch im gesättigten Alter, die Sache rasch angingen. Ein "Einfahren" fand gar nicht statt und man vergab keine Sekunde!
Die Strecke führte Anfangs in Richtung Spandau über mehrere KM durch den Grunewald. Dort waren teilweise Zeitschleifen auf der Straße verlegt. Diese im Peloton zu erkennen, ist bei der hohen Geschwindigkeit von fast 50 Km/h recht schwierig. So kam es auch, das es hinten links von mir jemand den Lenker aus der Hand schlug, stürzte und die ganz Meute über ihn herfiel. Es knallte und schepperte und ich hörte nur wie jemand neben mir schrie "... nicht umdrehen, weiterfahren". Was soll man auch anderes tun um nicht auch noch dort hineingezogen zu werden? Es war ein fürchterlicher CRASH.

Dann ging es weiter über schnelle flache Teilstücke, die oft in Kreisverkehren mündeten. Wie bei der Tour de France, ein Wurm links, ein Wurm rechts, bis zur "Wiedervereinigung". Die Sicherheitsposten dort standen zum Teil zu nah an den Engpässen und man musste schon auf seine Nebenmänner achten, das da nicht schief läuft. Trotzdem passierte in der vorderen Gruppe wieder ein Unfall. Vier Fahrer lagen am Straßenrand und ich hörte nur im Vorbeifahren etwas vom Schulterblattbruch. Spätestes dort war mein persönliches Ziel einen bestmöglichen Schnitt herauszufahren (wollte ja Martin toppen B)) nicht weiter wichtig, als dass ich meine Knochen und mein Bike ramponiere. Wenig später kam ich an einer weiteren Unfallstelle vorbei und es war bestimmt nicht der Letzte.
In Höhe Ludwigsfelde, nach ca. 60 Km, wurde es bei einer Kehre von fast 150° verdammt eng. Nach fast Stillstand ging es nun zurück in Richtung Berlin in einem Riesenpeloton :) von mehreren hundert Fahrern – was für ein super Bild ! :)
Die Strecke führte dann auf eine autobahnähnliche Straße mit einigen Steigungen, die man erst gar nicht war genommen hat, und wir waren dort teilweise einen scharfen Seiten- und Gegenwind ausgesetzt. Das Peloton zerriss in viele kleine Gruppen und man merkte, dass sich bei einigen die ersten Körner auflösten. Da wir auch noch hohe Temperaturen unterwegs bis zu 30° hatten, musste man auch auf seinen Wasserhaushalt achten. Eine Verpflegungsstelle war wohl eingerichtet, die wohl niemand angefahren hätte, da ALLE wirklich voll auf Druck fuhren. Auf der offenen Teilautobahn nahm die Geschwindigkeit bis auf 30 Km/h ab …?, dass selbst ich vorn die Pace anzog. Und da waren sie - all die Lutscher hinter meinen segelgroßen Körper; selbst meinen Schlangenlinien wurde gefolgt. :angry:
Gott sei Dank kam dann ein Stück mit Gefälle und die Post ging weiterhin ab bis zur Umleitung auf den schönen alten Flughafen Tempelhof. Das war eine tolle Einlage, entlang der alten Hanger noch aus Zeiten der Berliner Luftbrücke. Zurück auf die Straße in Richtung Kreuzberg, vorbei an der "East Siede Gallery", voller Graffitis über die west- und ostberliner Geschichte.
Zu guter letzt ging es durch die Straßen von "Ost-Berlin" am "Alex" vorbei. Und dann sah ich sie - die "Siegessäule" und nahm vollen Kurs durch den Tiergarten auf die Ziellinie Richtung "Brandenburger Tor".

Am Ende fuhr ich die 116 Km mit einem 36er Schnitt - kam aber ohne Schrammen und Stürze zurück ins Ziel wo es dann literweise Erdinger Alkoholfrei gab.
Insgesamt waren ca. 12.000 Teilnehmer dort, wovon der Älteste 80 Jahre war- Helm ab !!! Das Publikum an der Strecke war recht übersichtlich; allerdings im Zielbereich war der Teufel los !!!
Es war für mich eine gelungene Veranstaltung in dieser tollen Stadt. Nun habe ich auch dieses in meiner Vita abgehakt; auf zum nächsten Ziel !

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Rückblick auf die Westfalen Winter Bike Trophy

Rückblick auf die Westfalen Winter Bike Trophy

Ein Bericht von Ralf Baranowski
Für mich wurden es in diesem Winter "nur" 8 CTF´s, 7 mal WWBT ( Tour 2, und 4-9 ) plus Coesfeld. Der Start sollte in Gütersloh beginnen. Also am Samstag vor Capelle. Durch eine Erkältung kam es von meiner Seite leider nicht dazu, es war das erste Mal das ich in Capelle passen musste. Gütersloh am Tag zuvor genauso. Wer mich kennt, es hat megamäßig an mir genagt.

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Die Westfalen-Winter-Bike-Trophy 2017 ist beendet !

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Bei der diesjährigen Westfalen-Winter-Bike-Trophy haben auch wieder regelmäßig die Radsportfreunde teilgenommen, und haben für den 8. Platz in der Mannschaftswertung einen Pokal erhalten. In Fahrgemeinschaften haben die Radsportfreunde die Veranstaltungen meist angefahren, zu den näherliegenden Veranstaltungen in Witten, Dortmund und Waltrop ging es auch schon mal mit dem Rad.

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Etappenfahrt Pyrenäen

Etappenfahrt Pyrenäen

Vom 10. - 17. September fuhren die Radsportfreunde mit 18 Leuten über die Pyrenäen, von Ost nach West. Von Carcassonne ging es auf 7 Etappen, flacher oder steiler ohne Ruhetag über gut 700 km quer durch die Pyrenäen bis an den Atlantik. Nachfolgend ein kleiner Bericht:

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